Early Pictures

1972–2000

Oliv­er Mark ent­deckte seine Begeister­ung für die Foto­grafie mit neun Jahren, als er bei einem Mal­wettbe­w­erb der West­deutschen Zei­tung den ersten Pre­is gewann, eine Reise zu den Olympis­chen Spielen in München 1972. Zu diesem Anlass schen­kte ihm sein Vater seine erste Kamera.

Der Fair­ness Hal­ber muss gesagt wer­den, dass das dam­a­lige Bild, ein far­bi­ger Kugel­stoßer zum Großteil von sein­er Schwest­er stam­mt.
Sie hatte keine Lust, das Bild zu Ende zu malen. Oliv­er hat es dann ausgemalt.

Foto­grafiert wurde es mit ein­er Such­erkam­era, die heute leider nicht mehr vorhanden ist. Vorhanden aus der Zeit ist nur noch ein klein­er Vin­tage Sil­bergelat­ine-Abzug der das Olympiasta­di­on München zeigt.

Erste Por­traits sind 1983 in Broome, Wes­t­aus­trali­en von “Dav­id” und “Thalia” in Lon­don mit ein­er Yash­ica FR I und einem 50mm 1:2 Objekt­iv entstanden.
1992 foto­grafierte Oliv­er Mark Den­nis Hop­per. Anlass war Hopper´s Aus­s­tel­lung­ser­öffnung in Fürth.

1994 machte Mark sein erstes Künst­ler Por­trait von A.R. Penck in Nürn­berg.
Den Zugang und die Liebe zur Kunst kam durch die Sam­mel­leidenschaft sein­er Eltern. Sie sam­melten u. a. Arbeiten von Fritz Wotruba. Dies war der Beginn ein­er Reihe von Künst­ler­por­traits an den­en Oliv­er Mark bis heute arbeitet.

Die Arbeiten zwis­chen 1994 bis 2000 sind mit weni­gen Aus­nah­men mit ein­er Has­sel­blad 500C/M und einem 2,8/80mm entstanden. Anfang der Nuller­jahre wech­selte Oliv­er Mark vom 80mm Objekt­iv zum Has­sel­blad Zeiss Dis­tagon CF 3,5/60 mm. Dies hatte zur Folge, dass die Auf­nah­men von nun an weitwink­li­ger wur­den.
Der Raum wurde mehr in den Auf­nah­men integ­riert und musse exak­ter kom­poniert wer­den um keine störende Ele­mente im Bild zu haben die zu stark von den Prot­ag­on­isten ablenken.

Gelöst hat Mark es, indem er aus­schließ­lich mit Stat­iv arbeitete. Dies ermög­lichte Mark intens­iver mit den Prot­ag­on­isten zu kom­mun­iz­ier­en, da von nun an keine störende Kam­era mehr vor seinem Gesicht war. Deut­lich wir das in dem Por­trait von Jeff Koons vor einem Gemälde der Easy­fun-Eth­er­e­al Serie (Deutsche Gug­gen­heim), das Mark als freie Arbeit Im Jahr 2000 in Ber­lin foto­grafiert. Später wurde es im Zeit Magazin als Vari­ante mit geschlossen Augen für die Serie “Ich habe eine Traum” publiziert.

Aus­ge­hend von einem Quad­rat, galt es das Format zu fül­len. Dafür bra­chte Mark ein­en Gum­miball mit, um so eine Ver­bindung zum Hin­ter­grund zu schaf­fen, sow­ie Koons zu einem Teil seines eigen­en Bildes in Form eines Por­traits wer­den zu lassen. Anfäng­lich saß Jeff Koons mit seinem ber­üh­mten Gewin­ner­lächeln auf dem Gum­miball, aufrecht mit geradem Rück­en und die Beine hüft­breit geöffnet. Mark fragte Koons, ob er sich auf den Ball legen könne. Koons ant­wor­tet: »nein, dort drüben in der Ecke sitzt meine Mut­ter und schaut zu«. Mark sagt: »Müt­ter sind ziem­lich wichtig, jedoch schaut es jet­zt ein wenig so aus, als ob du in der Straßen­bahn sitzt.« Das war der Mom­net, in dem Koons Mark dieses unglaub­lich herz­liche Lachen schenkte.